Ukrainische Leinfest 2016

Der Sommer in Polessje endete mit einer großzügigen Veranstaltung in Korosten – ein allukrainisches Leinfestival. Das Festival fand im Dorf Stremygorod am 27.August statt und vereinigte mehr als 5000 Gäste aus der ganzen Ukraine.

Hauptsponsor der Durchführung der Veranstaltung der Agrargesellschaft «Sorja». Der Ideologe und Organisator des Festivals ist die Inhaberin der Gesellschaft Iryna Kostjuschko.

Ich war froh die Menschen, die im Flachsbau arbeiten, in unserem Festival zu sehen. Wir sind im Bilde, dass der Lein die besondere Kultur ist. Der Lein dient den Menschen zu 100 Prozent. Wenn ich darüber denke, frage ich mich: «Bin ich bereit, meinem Land, meiner Gemeinde, meiner Mannschaft zu 100 Prozent zu dienen?» Und ich antworte: "Ja!".

Das Ziel der Festivaldurchführung ist die Aufmerksamkeit der Macht und Bevölkerung auf die ukrainische Kultur zu ziehen und die Leinzuchttraditionen in der Ukraine wiederzubeleben.

Das Leinfestival 2016 ist eine Veranstaltung, nach deren Durchführung der ukrainische Lein beginnen muss, das Herz zu erwärmen, den Körper zu verschönern und die Schatzkammer zu füllen. Die Vertreter der Machtorgane und des Agrarsektors aus der ganzen Ukraine folgten der Einladung von Iryna Kostjuschko.

Das Festival wurde von dem Vizepremierminister der Ukraine und dem Minister für Agrarpolitik und Lebensmittel der Ukraine besucht.

Ein Wissenschaftsforum, das der Wiedergeburt des Flachsbaus in der Ukraine gewidmet wurde, fand auch statt. Frau Iryna ist davon überzeugt, dass die Agrarier durch den Flachsbau ihre Einkünfte ohne Mehraufwendungen vergrößern können. Ergebnis – Schaffung der neuen Arbeitsplätze im Dorf. Und dies bedeutet, dass das Dorf alle Chancen für die Wiedergeburt hat. Das ist die Haupt – und komplizierte Aufgabe, die von Iryna Kostjuschko vor sich gestellt wird.

Warum ist eben der Lein?

«Wenn der Lein wieder gezüchtet wird, wird das Dorf wiederbelebt» - ein Motto für Frau Kostjuschko heutzutage.

Der Lein wird in der Ukraine, besonders in Polessje, gezüchtet. Der Lein ist ein wertvolles Heil –und Nahrungsmittel. Er wird in der Textil-, Medizin-, Kosmetik –und Nahrungsmittelindustrie reichlich gebraucht. Nichtsdestoweniger erfolgte eine Abschwächung in seiner Züchtung innerhalb von 15 Jahren und im Ergebnis wurde die Leinzüchtung fast aufgehört. In den neunziger Jahren war das Gebiet Shytomyr eines der fortschrittlichen Leinzüchtungsgebiete. Bedauerlicherweise kann man die blauen Leinfelder in Polessje kaum finden. Dabei werden die Leinzüchtungstraditionen im Gebiet Shytomyr von der Agrargesellschaft „Sorja“ unter der Leitung von Iryna Kostjuschko erfolgreich wiederhergestellt.

Diese Kultur ist sehr aktuell für unsere Gegend, sie verarmt keinen Boden und erfreut sich großer Beliebtheit in der Welt. Ich möchte einen ungerechterweise vergessenen Ruhm des Leines wiederherstellen, und ihn eine Visitenkarte unseres rühmlichen Gebietes machen

- sagte Iryna Kostjuschko.

Was war im Festival und warum ist es so populär und großzügig? Das zweite Jahr in Folge findet ein Leinfestival in der Ukraine statt. Wir möchten betonen, dass die Veranstaltung schon ein allukrainisches Format in diesem Jahr hatte. Für die Gäste wurde eine Bühnenshow des Shytomyrer akademischen ukrainischen I.Kotscherga-Musiktheaters, eine zauberhafte Show des Herrenreitertheaters sowie ein Gala-Konzert der Musikbänder organisiert. Die Ukrainer mit ihren Familien kamen an und beteiligten sich an verschiedenen Meisterklassen, besichtigten die Ausstellungen der landwirtschaftlichen Gemeinden und probierten ihre Gerichte.

Die Designdemonstration der Leinkleidung von Oksana Polonez ließ keine junge Modedame gleichgültig. Die Kinder erhielten die unvergesslichen Eindrücke von dem Spiel und den Wettbewerben mit den lustigen Animateuren.

Der tadellos ausgestickte „Kobsaspieler“ /Kobsar/ von T.G.Shevchenko, der aus dem Museum Ostroshskyj hierhergebracht wurde, wurde zu einem der Hauptereignisse des Festivals. Ein meisterhaft ausgesticktes Neun-Meter-Tuch „Tuch der nationalen Einigkeit“ blieb auch ohne acht nicht.